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Berufsanerkennung: Als Starthilfe zur Arbeitsmarktintegration stark nachgefragt

12.12.2019
Das Bundeskabinett hat den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung vorgelegten fünften Bericht zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen beschlossen. Aus den darin veröffentlichten Ergebnissen auf Basis des Anerkennungsmonitorings lässt sich anhand steigender Antragszahlen ein starkes Interesse an der Berufsanerkennung ableiten. Zudem sind Verbesserungen bei der Arbeitsmarktintegration festzustellen, nachdem von zehn Fachkräften mit einem Anerkennungsbescheid fast neun erwerbstätig sind.

Seit dem Inkrafttreten des Anerkennungsgesetzes im April 2012 bis zum Jahr 2018 wurden fast 280.000 Anträge für die Anerkennung in bundes- und landesrechtlich geregelten Berufen als auch die Bewertung ausländischer Hochschulgrade gestellt.

Der Hauptteil der Anträge auf Gleichwertigkeitsfeststellung entfällt mit 70 Prozent auf Berufsqualifikationen, die in Drittstaaten erworben wurden. Zwischen 2012 und 2015 betrafen die Antragstellungen noch vornehmlich berufliche Ausbildungsgänge aus EU-Ländern. Im Jahr 2018 entfielen 20 Prozent der Anerkennungsanträge auf noch nicht in Deutschland lebende Personen – ein Anerkennungsverfahren wird von Fachkräften also vermehrt gezielt zum Zweck der Zuwanderung beantragt.        

Bei den Ländern, in denen die Ausbildungen am häufigsten absolviert wurden, liegen Bosnien-Herzegowina, Serbien und die Philippinen vorne.
52,5 Prozent aller im Jahr 2018 abgeschlossenen Verfahren endeten mit einer vollen Gleichwertigkeit, lediglich in 2,3 Prozent wurde keine Gleichwertigkeit verbeschieden.

Anlässlich des Kabinettbeschlusses zum Bericht zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Der neue Anerkennungsbericht zeigt: Das Verfahren zur Berufsanerkennung verbessert die Karrierechancen. Bei voller Gleichwertigkeit erhöht sich das Gehalt um durchschnittlich 860 Euro pro Monat. Weil die Anerkennung sich lohnt, ist das Interesse der Antragsteller entsprechend hoch. Zugleich sichert sie die Qualität bei der Fachkräfteeinwanderung. Das Anerkennungsgesetz sorgt also für eine Win-win-Situation im besten Sinne.“

Link zur Pressemitteilung der Bundesregierung: „Das Berufsanerkennungsgesetz wirkt“      

Link Pressemitteilung des Bundesbildungsministeriums: "Karliczek: Anerkennung beruflicher Abschlüsse nützt der Fachkräftegewinnung"