Förderung der Verfahrensgebühren

Für Anerkennungsverfahren fallen Gebühren an. In der Regel finanzieren Antragstellende die Gebühren selbst.    

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten für eine finanzielle Förderung der Anerkennungsverfahren:

Anerkennungszuschuss des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Der Anerkennungszuschuss ist ein Förderinstrument für Personen mit ausländischen Berufsab­schlüssen und geringer finanzieller Eigenleistungsfähigkeit, besonders wenn kein Zugang zu anderen Fördermöglichkeiten besteht. Er beträgt maximal 600 Euro und muss nicht zurückgezahlt werden. Der Antrag auf den Anerkennungszuschuss sollte vor dem Antrag bei der IHK FOSA eingereicht werden. Generell können Anträge auf die Förderung der Kosten des Anerkennungsverfahrens bis zum 30.09.2019 gestellt werden. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.anerkennungszuschuss.de.

Härtefallfonds Berufsanerkennung Berlin

Mit dem Förderprogramm Härtefallfonds Berufsanerkennung Berlin bietet das Land Berlin die Möglichkeit, Personen mit einer im Ausland erworbenen Berufsqualifikation bei der Finanzierung des Anerkennungsverfahrens zu unterstützen. Gefördert werden insbesondere auch Anpassungsmaßnahmen. Voraussetzung ist u.a., dass sich die Person seit mindestens drei Monaten in Berlin aufhält und keine andere Finanzierung des Vorhabens möglich ist, weder aus eigenen Mitteln, noch durch Unterstützung von Jobcenter bzw. Agentur für Arbeit oder den Bundesanerkennungszuschuss.
Für nähere Informationen: https://www.berlin.de/lb/intmig/themen/ausbildung-und-arbeit/

Stipendienprogramm der Stadt Hamburg

In Hamburg gibt es ein Stipendienprogramm der Stadt Hamburg, das Personen mit ausländischen Abschlüssen unterstützt.

Das Programm umfasst ein monatliches Stipendium zur Sicherung des Lebensunterhalts bei Anpassungsmaßnahmen und die Übernahme von Verwaltungsgebühren, Übersetzungskosten, Kurs- und Prüfungsgebühren. Gefördert werden Personen, die in Hamburg mit erstem Wohnsitz gemeldet sind und bei denen weder die Agentur für Arbeit noch das Jobcenter die Kosten übernehmen. Wer Einkommen hat (eigenes oder durch Ehepartner/innen) darf eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten.
Informationen zur Antragstellung und die aktuelle Richtlinie gibt es unter https://www.ifbhh.de/studium/anerkennung-abschluesse/

Agenturen für Arbeit und Jobcenter

Die Integrations- und Vermittlungsfachkräfte der Agenturen für Arbeit sowie Jobcenter können auf das Instrumentarium zur Förderung der Eingliederung in Arbeit, (z.B. Vermittlungsbudget, Eingliederungszuschuss, Förderung der beruflichen Weiterbildung) und damit zur finanziellen Unterstützung von Anerkennungsverfahren zurückgreifen. Übernommen werden gegebenenfalls Kosten für beispielsweise Übersetzungen, Beglaubigungen sowie Gebühren für Anerkennungsverfahren. Zu Details informiert die Agentur für Arbeit bzw. Jobcenter am Wohnort.

Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit

Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit berät kostenlos zu EU-Mobilitätsprogrammen.

Die Programme Your first EURES Job & Reactivate bieten Zuschüsse für:

  • Reisekosten zum Vorstellungsgespräch
  • Umzugskosten
  • Sprachkurse
  • Anerkennungskosten z. B.
    • Beglaubigte Kopien 
    • Übersetzungen
    • Verwaltungsverfahren
    • Anpassungslehrgänge
    • Eignungstests

Gefördert werden EU-Staatsangehörige mit einem rechtmäßigen Wohnsitz innerhalb der EU, die eine Beschäftigung, Ausbildung oder ein Praktikum in einem anderen EU-Land, Island oder Norwegen aufnehmen möchten.

Kontakt
Zentrale Auslands- und Fachvermittlung
Virtuelles Welcome Center
Tel: (0049) 228 713 1313
Email: zav@arbeitsagentur.de