Anerkennung ausländischer Ausbildungsabschlüsse gefragt: Zahl der Gleichwertigkeitsfeststellungen gestiegen

19.09.2017
Das Statistische Bundesamt hat die Ergebnisse der amtlichen Datenerhebung zum Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz für reglementierte und nicht reglementierte Berufe für das Jahr 2016 veröffentlicht. Demnach stieg die Zahl der mit einer vollen oder eingeschränkten Gleichwertigkeit verbeschiedenen Gleichwertigkeitsfeststellungen im Vergleich mit dem Jahr 2015 um 15,1 % an. Die Verfahren endeten zu rund 69 % mit einer vollen Gleichwertigkeit.

Im Jahr 2016 wurden 23.028 und damit verglichen mit dem Vorjahr 14 % mehr neue Anträge auf Gleichwertigkeitsfeststellung bei den zuständigen Stellen gestellt. Seit Inkrafttreten des Anerkennungsgesetzes Anfang April 2012 stieg die Zahl der gestellten Anträge auf Gleichwertigkeitsfeststellung damit insgesamt auf über 86.000.    

Wie schon in den Jahren davor, nahmen auch 2016 Anerkennungsverfahren für medizinische Gesundheitsberufe (Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Arzt/Ärztin, Physiotherapeut/in) den Spitzenplatz sein.     

Mit 11.889 Anerkennungsverfahren bezog sich die Mehrheit auf in der Europäischen Union erworbene Ausbildungsabschlüsse, 7.830 Verfahren wurden zu beruflichen Qualifikationen aus den übrigen europäischen Ländern durchgeführt, 7.524 Verfahren betrafen Berufsabschlüsse aus Drittstaaten. Die im Jahr 2016 bearbeiteten Anträge auf Gleichwertigkeitsfeststellung betrafen vor allem Ausbildungsabschlüsse aus Rumänien, Polen, Bosnien und Herzegowina und Syrien.

Link zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes