Neuer Aufenthaltstitel für Personen aus Drittstatten ermöglicht Arbeit in der gesamten EU

09.08.2017
Seit dem 01. August 2017 weitet das „Gesetz zur Umsetzung aufenthaltsrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union zur Arbeitsmigration“ die Möglichkeiten zur Mobi-lität zwischen den Mitgliedsstatten der EU aus. Für unternehmensinterne Entsandte, Studierende und Forschende aus Drittstaaten erleichtert das Gesetz die legale Ar-beitsmigration in die EU und begünstigt durch den Wegfall der Beantragung immer neuer Aufenthaltstitel die Mobilität in ganz Europa.

Die wichtigste Neuerung betrifft Angehörige aus Drittstaaten, denen in einem anderen EU-Staat bereits ein Aufenthaltstitel als sog. unternehmensinterner Transferierter, Forschender oder Studierender bewilligt wurde - nachdem sie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) informiert haben, dürfen sie sich ohne gesonderten Aufenthaltstitel in Deutschland aufhalten und einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Die zentrale Zuständigkeit für Genehmigungen zur kurzfristigen Mobilität von Drittstaatenangehörigen wurde dem Bundesamt für Migration und Flüchtling übertragen.   

Der durch eine Änderung des Aufenthaltsgesetzes neu geschaffene Aufenthaltstitel „ICT Karte“ wird Drittstaatenangehörigen erteilt, die in einer deutschen Niederlassung eines Unternehmens arbeiten möchten, für das sie bereits in Nicht-EU-Ländern beschäftigt waren. Die Gültigkeit dieses Aufenthaltstitels erstreckt sich auch auf die Arbeit in den Niederlassungen des Unternehmens in anderen EU-Ländern.       

Weitere Details zum neuen ITC-Aufenthaltstitel sowie zum Aufenthaltstitel im Hochschulbereich entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung des Bundesamtes Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)