Fachkräfte gesucht - Florierender deutscher Arbeitsmarkt 2016

19.01.2017
Mit 43,5 Millionen Menschen in Beschäftigung hat die Erwerbstätigkeit im abgelaufenen Jahr den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung erreicht. Auch bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist gegenüber 2015 ein Anstieg um 2 % auf 31,37 Millionen Menschen zu verzeichnen.

Der Zuwachs ist nur teilweise auf die Konjunktur zurückzuführen, ursächlich sind neben einer Veränderung der Branchen auch die Fachkräftenachfrage sowie Zuwanderung. Während der Anteil an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 2006 und 2016 um 5,2 % kletterte, sank die Zahl der selbständig Tätigen um 0,6 % auf 4,31 Millionen.    

Im Jahresdurchschnitt 2016 waren 15 % mehr offene Arbeitsstellen gemeldet als vor einem Jahr. Durchschnittlich 92 % waren sofort zu besetzen, laut der Jahreseinschätzung der Bundesagentur für Arbeit für 2016 bestehen vereinzelt Engpässe in technischen Berufsfeldern sowie einigen Gesundheits- und Pflegeberufen. Ein Anerkennungsverfahren kann einen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs leisten.

Die Fluchtmigration macht sich spürbar bei der Arbeitslosigkeit bemerkbar: Die Arbeitslosigkeit von Staatsangehörigen aus den acht bedeutendsten außereuropäischen Asylherkunftsländern Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien ist um 95 % gestiegen. Im Vergleich hat sich 2016 die Arbeitslosigkeit von Ausländern um 12 % erhöht, während sie bei den Deutschen um acht Prozent gesunken ist. Die Zunahme auf ausländischer Seite geht fast ausschließlich auf die Zuwanderung geflüchteter Menschen zurück.              

Link zum Artikel auf der Webseite der Bundesregierung