Fachkräfte fehlen trotz wachsender Bevölkerung

31.10.2016
Der mittelfristige Anstieg der Bevölkerungszahl wird - Konstanz des Bildungs- und Erwerbsverhalten sowie der Arbeitszeiten vorausgesetzt - auf lange Sicht nicht ge-nügen, um einem Engpass an Fachkräften mit einer abgeschlossenen Berufsausbil-dung auszuweichen. Zu diesem Schluss kommt die zum vierten Mal durchgeführte Erhebung der Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen des Bundesinstituts für Be-rufsbildung (BIBB) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die die Arbeitsmarktentwicklung bis 2035 untersucht.

Die Arbeitsmarktmigration innerhalb der EU sowie der Zuzug Geflüchteter wird einen Anstieg der Bevölkerungszahl in Deutschland von 2,2 Millionen Einwohnern bewirken. Dies erhöht kurz- und mittelfristig die Nachfrage nach z.B. Wohnungen und Erziehungsleistungen. Durch den Zuzug Geflüchteter vergrößert sich das Angebot an Arbeitskräften erst nach und nach, nachdem nahezu ein Drittel der Geflüchteten in der Altersspanne unter 20 Jahren rangiert und die Arbeitsmarktintegration dauern wird. Zwischen 2014 und 2035 werden 12,1 Millionen Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen, während nur 9,2 Millionen Personen eine Erwerbstätigkeit aufnehmen.

Link zur Pressemitteilung des BIBB