Migrationsbericht 2014: Zuwanderung auf Höchstniveau seit 1992

07.01.2016
Der von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière am Dreikönigstag vorgestellte Migrationsbericht für das Jahr 2014 weist eine gegenüber den Vorjahren erneut gestiegene Zahl an Zuzügen nach Deutschland aus.

Gemäß dem von Bundesamt für Migration und Flüchtlingen ausgearbeiteten Bericht wanderten 2014 mehr als 1,46 Millionen Menschen nach Deutschland ein. Trotz einer ebenfalls gestiegenen Zahl an Fortzügen beträgt der Wanderungsgewinn 550.000 Menschen - dies ist der höchste Wert 1992. Für das Jahr 2016 prognostiziert der Bundesinnenminister die höchste Zuwanderungsrate seit 1950.

Der Großteil der Zuwanderer stammt mit 60 % aus den Ländern der EU, dabei steht Polen seit 1996 an erster Stelle der Hauptherkunftsländer. Zugenommen hat auch der Zuzug aus Rumänien und Bulgarien sowie Kroatien.   

Ein Zuwachs von 13 % ließ sich auch bei der Zuwanderung von Facharbeitskräften feststellen, die hauptsächlich aus Indien, den Vereinigten Staaten, Bosnien-Herzegowina und China stammen.    

Die Zahl der Asylanträge wuchs gegenüber 2013 um 60 % auf 203.000 an, damit wurden in Deutschland von allen EU-Mitgliedsstaaten die meisten Asylanträge gestellt.

Link zum Migrationsbericht 2014